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Hefe anstellen

Nun muss die Würze abkühlen, das geht am leichtesten indem sie die Würze über Nacht im Keller oder der Garage stehen lässt. Alternativ dazu kann man aus Kupferrohr eine Kühlschlange basteln. Wichtig ist, dass die Würze so schnell wie möglich Abkühlt. Schließlich haben wir noch keine Hefe hinzugegeben und somit können sich die Microorganismen nach belieben im Bier vermehren.

Jetzt muss die Hefe zubereitet werden. Dies ist von Hefe zu Hefe unterschiedlich zu erledigen. Bei Trockenhefen wird diese meist in ein Glas mit Wasser gegeben dort fängt sie schon an zu arbeiten. Nachdem diese dort einige Minuten gearbeitet hat, schüttet man dieses in die Würze. Wichtig ist, dass die Würze nicht zu heiß für die Hefe ist, da diese sonst sterben würde. Flüssighefe muss nicht rehydratisiert werden und ist somit sofort einsatzfähig. Wichtig ist nur, dass man bei größeren Mengen Bier die Hefe eventuell vermehren muss, da sonst zu wenige Zellen für eine ausreichende Gärung vorhanden sind. Dazu können sie im Menüpunkt Hefe mehr erfahren.

Empfehlenswert ist in jedem Fall die Hefe mit der Würze nach dem Abläutern schon anzusetzen.

Hauptgärung

Verschließen Sie den Gäreimer und füllen Sie das Gärröhrchen (am besten mit hochprozentigem Alkohol aber Wasser reicht auch) das ganze lassen Sie nun je nach Gärverfahren bei bestimmter Temperatur stehen.

Abfüllen

Wenn sich keine Blasen mehr bilden, sollten Sie mit Hilfe der Bierspindel den Restextrakt im endvergorenen Bier ermitteln. Sollte sich dieser ein paar Tage später noch nicht geändert haben ist Ihr Bier endvergoren.

Nun schütten Sie die Speise vorsichtig in die Würze und rühren diese unter. Wie viel Speise Sie zugeben müssen, errechnen Sie am leichtesten mit Hilfe der unter Berechnungen gezeigten Formeln. Achten Sie darauf dass die Speise dieselbe Temperatur hat wie die Würze. Mit der Speise wird der Kohlensäuregehalt im fertigen Bier eingestellt.

Man kann auch ohne Speise arbeiten indem man Zucker hinzugibt. Eine weitere Alternative ist es "grün zu schlauchen". Hierbei füllt man das Bier im richtigen Zeitpunkt ab, wenn es noch nicht endvergoren ist, aber die Flaschen auch nicht mehr zum explodieren bringt.

Ich denke allerdings, dass es am einfachsten ist mit Speise die Nachgärung zu betreiben.

Ideal sind dafür Bügelverschlussflaschen, es können aber auch Schraubverschlussflaschen benutzt werden. Es ist auch möglich Kronkorkenflaschen zu nehmen. Dafür müssen Sie allerdings ein Kronkorkenverkorker kaufen, dieser ist in einigen Starterkits schon enthalten. Die Flaschen werden bis 2-3 cm unter den Rand gefüllt und verschlossen. Kontrollieren Sie in den darauf folgenden Tagen täglich den Druck in den Flaschen, indem Sie eine oder zwei kurz öffnen, dies geht natürlich am besten mit den Bügel- oder Schraubverschlussflaschen. Es sollte ein kleiner Pflopp oder Pffft zu hören sein, wenn der Ton mehr an einen Knall erinnert sollten sie in den weiteren Tagen häufiger lüften. Wenn Sie aber alles richtig gemacht haben, sollten es keine Probleme geben.

Nachgärung

Lagern Sie das frisch abgefüllte Bier bei derselben Temperatur wie bei der Gärung eine Woche lang, in dieser Zeit wird die Kohlensäure gebildet. Danach sollten Sie das Gebräu möglichst kühl für weitere 2 Wochen lagern. In dieser Zeit reift das Bier im Geschmack und die Kohlensäure wird im Bier gebunden. Am besten sind Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt zu wählen.

Auch bei der Lagerdauer unterscheiden sich die Biersorten sehr. Folgen Sie also dem Motto "probieren geht über studiern" und trinken Sie schon mal ein paar Bier im Laufe der Nachgärung.

Nach ein paar Wochen sollte die Nachgärung abgeschlossen sein und das Bier ist trinkfertig.

PROST!